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Die Gewinnverwendung in der UG

Auf welche Weise die Gewinne in der UG verwendet werden sollen, regelt der Gesellschafterbeschluss zur Gewinnverwendung. Es gibt mehrere Möglichkeiten die Gewinnverteilung der UG zu organisieren: Entweder können sie an die Gesellschafter:innen ausgeschüttet, als Gewinnvortrag im kommenden Geschäftsjahr verwendet oder als Rücklage verwendet werden. Eine Abweichung von bestimmten Verwendungen, die im Gesellschaftsvertrag festgehalten worden sind, ist nur durch die Änderung der Satzung möglich.

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UG Gewinnverteilung: Das Wichtigste in Kürze

Hier findest Du das Wichtigste in Kürze zur Gewinnverteilung in der UG.

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Die Gewinne der UG werden anteilig unter den Gesellschaftern verteilt.

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Vereinbarungen, die davon abweichen, müssen im Gesellschaftsvertrag festgehalten werden.

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Es dürfen zunächst nur 25% der Gewinne ausgeschüttet werden.

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Für die Gewinnausschüttung in der UG ist ein Gesellschafterbeschluss notwendig.

Die Gewinnverteilung in der UG

Gründest Du eine UG, brauchst du kein gesetzliches Mindestkapital. Die Gesellschaft kann bereits mit einem Euro gegründet werden. Dennoch besteht, genauso wie bei der GmbH, die Haftungsbeschränkung der Gesellschaft auf ihr Vermögen.

Durch das geringe Eigenkapital der UG hat man versucht, einen Ausgleich zu finden, damit die Zahlungsfähigkeit gewährleistet bleibt. Ein Teil der Jahresüberschüsse abzüglich der Verlustvorträge aus dem Vorjahr werden deshalb in der Gesellschaft belassen. Der Sinn dahinter ist, dass man stückweise eine Rücklage aufbauen kann, bis eine Stammkapitalsumme von 25.000 Euro erreicht ist.

Dieses Zurückbehalten der Gewinne nennt man auch Gewinnthesaurierung. Im Rahmen dieser Thesaurierung müssen 25 % der Gewinne in die Rücklage fließen. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass nur die Gewinne, die darüber hinausgehen, an die Gesellschafter ausgezahlt werden können.

Ist die Summe von 25.000 Euro erreicht, kann die UG in eine GmbH umgewandelt werden.

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Die anteilige Gewinnverteilung

Die UG stellt eine Unterform der GmbH dar und unterliegt ebenfalls dem GmbH-Gesetz. Die Bestimmungen zur Ausschüttung sehen vor, dass eine anteilige Gewinnverteilung stattfinden soll. Das bedeutet, dass jeder Gesellschafter proportional zu seinem Gesellschaftsanteil einen Teil des Gewinnes erhält.

Gewinnverteilung in der UG am Beispiel:

  • Die UG hat 3 Gesellschafter. Gesellschafter A hält 10%, B und C jeweils 45% an der Gesellschaft. Der Gewinn von maximal 25% des Jahresüberschusses beträgt 100.000 Euro. A erhält folglich anteilig eine Summe von 10.000 Euro und die Gesellschafter B und C jeweils 45.000 Euro.

Die Inkongruente Gewinnverteilung in der UG

Es ist auch möglich von der anteiligen Gewinnverteilung, die sich nach den Anteilen der Gesellschafter:innen an der UG richtet, abzuweichen. Eine solche Abweichung nennt man disquotale oder inkongruente Gewinnverteilung. Eine mögliche Verteilung könnte zum Beispiel einen gleichen Prozentsatz an Gewinn für jeden/jede Gesellschafter:in vorsehen.

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Besonderheiten bei der Verlustverteilung der UG

Sind in der Gesellschaft Verluste zu verzeichnen, wir solange keine Verlustverteilung vorgenommen, wie sich der Betrag innerhalb des Eigenkapitals mit einem negativen Wert bilanziert. Verursacht der/die Gesellschafter:in die Verluste absichtlich und schadet der Gesellschaft, haftet er oder sie persönlich dafür.

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FAQ

Warum UG (haftungsbeschränkt) gründen?

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Eine UG (haftungsbeschränkt) zu gründen, kommt besonders für junge Unternehmen infrage. Denn für das Stammkapital reicht theoretisch schon 1 Euro. Wer nicht mit seinem Privatvermögen in Haftung gehen will, aber kein Startkapital für eine andere Kapitalgesellschaft hat, ist mit einer UG (haftungsbeschränkt) gut beraten. Anders als beim Einzelunternehmen ist die Haftung hier beschränkt und das private Vermögen wird geschützt. In der Praxis gibt es aber auch viele Argumente gegen die Gründung einer UG (haftungsbeschränkt), da oftmals die Gründung einer GmbH mehr Sinn macht. Hier sollte man sich individuell beraten lassen.

Was ist der Unterschied zwischen GmbH und UG (haftungsbeschränkt)?

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Der größte Unterschied zwischen einer UG (haftungsbeschränkt) und einer GmbH ist die Höhe des Stammkapitals, das zur Gründung nötig ist. Bei der GmbH sind 25.000 Euro Stammkapital erforderlich, die Hälfte davon muss schon bei Gründung eingezahlt werden. Bei der UG (haftungsbeschränkt) reicht dagegen schon 1 Euro als Stammkapital, sofern der Kapitalbedarf nicht eine höhere Summe notwendig macht. Bei der UG (haftungsbeschränkt) muss man von Gewinnen Rücklagen bilden, die man nicht an die Gesellschafter ausschütten darf. Zudem kann die UG (haftungsbeschränkt) auch eine Kapitalerhöhung und Umfirmierung in eine GmbH in Erwägung ziehen. Ansonsten hat die UG (haftungsbeschränkt) die gleichen Rechte und Pflichten wie eine GmbH, was die Vorgaben zu Gesellschaftern, Buchhaltung und Haftung betrifft. Die UG (haftungsbeschränkt) muss außerdem ebenso wie die GmbH Körperschaft- und Gewerbesteuer zahlen.

Was ist die UG (haftungsbeschränkt) für eine Rechtsform?

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Die UG (haftungsbeschränkt) ist eine Kapitalgesellschaft und streng genommen eine GmbH mit besonderen Eigenschaften, somit also eigentlich keine eigenständige Rechtsform. Sie ist eine Kapitalgesellschaft mit eigenem Namen (Firma), die durch einen Geschäftsführer vertreten wird. Die UG (haftungsbeschränkt) kann von einer Person alleine oder auch von mehreren Gesellschaftern gegründet werden. Wie die GmbH, ist auch die UG (haftungsbeschränkt), wie ihr Name schon sagt, haftungsbeschränkt, allerdings beträgt das Mindeststammkapital zur Gründung hier nur 1 Euro. Meistens wird man aber ein Stammkapital von ca. 1.000 Euro verwenden.

Wie lange dauert eine UG (haftungsbeschränkt) Gründung?

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Bis alle Schritte der Vorbereitung und Gründung durchlaufen sind, kann es mehrere Wochen dauern. Das hängt unter anderem von der Schnelligkeit des Notars und den weiteren Behörden ab, aber auch von den Unternehmern selbst. Diese müssen ein Geschäftskonto eröffnen, die Einzahlung des Stammkapitals vornehmen und die Anmeldung beim Gewerbe- und Finanzamt erledigen. Handelt es sich um eine Ein-Personen-UG (haftungsbeschränkt) und wird das Stammkapital zügig eingezahlt, geht es in der Regel sehr schnell. Schon nach zwei bis vier Wochen kann die UG (haftungsbeschränkt) ihren Geschäftsbetrieb aufnehmen.