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Warum man sich mit Steuern auseinandersetzen sollte

Bei Begriffen wie Besteuerung, Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer oder Solidaritätszuschlag kann man sich als Existenzgründer:in schnell überfordert fühlen. Auch wenn das Thema Steuern nicht Dein Lieblingsthema ist, solltest Du Dich damit auseinandersetzen: Ein Unternehmen lässt sich ganzheitlich und langfristig nur planen, wenn die steuerlichen Grundlagen stimmen.

Wir unterstützen Dich gerne während der Gründung in Steuerfragen.

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Typische Steuern einer UG im Überblick

Die UG (haftungsbeschränkt) ist eine Kapitalgesellschaft. Als juristische Person unterliegt sie den Regelungen des Körperschaftssteuergesetzes (KStG).

Außerdem ist die UG umsatz- und gewerbesteuerpflichtig. Hat die Gesellschaft mehrere Mitarbeitende, muss die Lohnsteuer an das Finanzamt abgeführt werden. Bei Gewinnausschüttung wird außerdem die Kapitalertragsteuer (KapSt) fällig. Erwirbt die Gesellschaft Grundvermögen, wird einmalig die Grunderwerbsteuer (GrESt) erhoben. Hält die Gesellschaft bereits bebaute oder unbebaute Grundstücke, ist sie grundsteuerpflichtig.

Hier findest Du einen Überblick über die für die Unternehmergesellschaft relevanten Steuerarten:

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Körperschaftsteuer

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Solidaritätszuschlag

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Gewerbesteuer

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Umsatzsteuer

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Kapitalertragssteuer

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ggf. Lohnsteuer und Grundsteuer

Die Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag in der UG

Die in der UG erwirtschafteten Gewinne unterliegen der Körperschaftssteuer (KSt), die einen Steuersatz von 15% vorsieht. Die Körperschaftsteuererklärung wird gemeinsam mit dem jährlichen Jahresabschluss für die Berechnung der Steuerlast beim Finanzamt eingereicht.

Die Zahlungen werden vierteljährlich jeweils am 10. Tag des Monats fällig. Die Vorauszahlungen werden mit der Jahresschuld verrechnet.

Im Falle von Verlusten können diese mit Gewinnen aus dem Vorjahr oder zukünftiger Jahre steuermindernd ausgeglichen werden. Die Verlustvorträge der UG unterliegen einem uneingeschränkten Freibetrag von 1 Millionen Euro. Die darüber hinausgehenden Verluste werden bis zu 60 Prozent steuermindernd anrechenbar.

Zusätzlich muss die UG einen Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5 % auf die erwirtschafteten Gewinne zahlen.

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Die Gewerbesteuer

Die Gewerbesteuer (GewSt) gehört zu den Ertragsteuern. Diese sind direkt an die zuständige Gemeinde in vierteljährlichen Vorauszahlungen abzugeben. Der Gewerbesteuersatz ist bundesweit einheitlich geregelt und liegt bei 3,5%.

Möchtest Du den Gewerbeertrag ermitteln, werden vom steuerlichen Gewinn und Verlust nach Hinzurechnungen und etwaigen Kürzungen, die sich aus dem Körperschafts- und Einkommensteuergesetz ergeben, errechnet. Den Betrag, der sich daraus ergibt, nennt man Steuermessbetrag. Diesen musst Du mit dem individuellen Hebesatz der örtlichen Gemeinde multiplizieren, um die finale Gewerbesteuerabgabe für Dein Unternehmen zu ermitteln.

Einen Gewerbesteuerfreibetrag für die UG gibt es nicht. Gewerbeverluste kannst Du bis zu 1 Millionen Euro abziehen, die Verluste, die darüber hinausgehen, nur zu 60%.

Die Umsatz- und Kapitalertragsteuer

Die Umsätze der UG (haftungsbeschränkt) aus Lieferungen und Leistungen unterliegen der Umsatzsteuer (USt). Der Regelsteuersatz liegt bei 19%, wobei der Ermäßigte 7% beträgt. Grundsätzlich wird die Umsatzsteuer auf den Nettobetrag berechnet, und ist in der Rechnung gesondert ausgewiesen und ist innerhalb der Umsatzsteuervoranmeldung direkt an das Finanzamt weiterzureichen.

Die Vorauszahlungen erfolgen abhängig von der Höhe der Steuerlast und werden mit der jährlichen Umsatzsteuerschuld verrechnet.

Die Kapitalertragssteuer (KapSt) wird fällig, wenn Gewinn an die Gesellschafter:innen ausgeschüttet wird. Für die Auszahlung von Dividendenzuschlägen gilt ein Steuersatz von 25% zuzüglich 5,5 % Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer.

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Lohn-, Grund- und Grunderwerbsteuer

Hat die UG mehrere Mitarbeitende, behält sich die Gesellschaft die Lohn- und gegebenenfalls Kirchensteuer vom Lohn ein und führt diese monatlich an das Finanzamt ab.

Besitzt die Gesellschaft bebaute oder unbebaute Grundstücke, wird darauf die Grundsteuer (GrSt) fällig. Diese wird vierteljährlich als Vorauszahlung an die jeweilige Gemeinde gezahlt. Zur Bemessung dient der Einheitswert des Grundstücks, der mit der Steuermesszahl von 3,5 % multipliziert wird. Daraus ergibt sich der Grundsteuer-Messbetrag, der mit dem individuellen Grundsteuer-Hebesatz der Gemeinde multipliziert wird. Bei Neuerwerb von Grundvermögen wird einmalig die Grunderwerbsteuer (GrESt) fällig, die sich aus dem Kaufpreis und dem vom Bundesland abhängigen Steuersatz von 3,5%-6,5% ergibt.

 

 

 

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FAQ

Warum UG (haftungsbeschränkt) gründen?

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Eine UG (haftungsbeschränkt) zu gründen, kommt besonders für junge Unternehmen infrage. Denn für das Stammkapital reicht theoretisch schon 1 Euro. Wer nicht mit seinem Privatvermögen in Haftung gehen will, aber kein Startkapital für eine andere Kapitalgesellschaft hat, ist mit einer UG (haftungsbeschränkt) gut beraten. Anders als beim Einzelunternehmen ist die Haftung hier beschränkt und das private Vermögen wird geschützt. In der Praxis gibt es aber auch viele Argumente gegen die Gründung einer UG (haftungsbeschränkt), da oftmals die Gründung einer GmbH mehr Sinn macht. Hier sollte man sich individuell beraten lassen.

Was ist der Unterschied zwischen GmbH und UG (haftungsbeschränkt)?

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Der größte Unterschied zwischen einer UG (haftungsbeschränkt) und einer GmbH ist die Höhe des Stammkapitals, das zur Gründung nötig ist. Bei der GmbH sind 25.000 Euro Stammkapital erforderlich, die Hälfte davon muss schon bei Gründung eingezahlt werden. Bei der UG (haftungsbeschränkt) reicht dagegen schon 1 Euro als Stammkapital, sofern der Kapitalbedarf nicht eine höhere Summe notwendig macht. Bei der UG (haftungsbeschränkt) muss man von Gewinnen Rücklagen bilden, die man nicht an die Gesellschafter ausschütten darf. Zudem kann die UG (haftungsbeschränkt) auch eine Kapitalerhöhung und Umfirmierung in eine GmbH in Erwägung ziehen. Ansonsten hat die UG (haftungsbeschränkt) die gleichen Rechte und Pflichten wie eine GmbH, was die Vorgaben zu Gesellschaftern, Buchhaltung und Haftung betrifft. Die UG (haftungsbeschränkt) muss außerdem ebenso wie die GmbH Körperschaft- und Gewerbesteuer zahlen.

Was braucht man, um eine UG (haftungsbeschränkt) zu gründen?

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Um eine UG (haftungsbeschränkt) zu gründen, braucht es nicht viel. Neben einem Firmennamen und einer Geschäftsadresse ist noch ein Geschäftskonto zur Einzahlung des Stammkapitals nötig. Zunächst wird ein Gesellschaftervertrag aufgesetzt und durch einen Notar beglaubigt. Dann muss man das Geschäftskonto eröffnen und das Stammkapital einzahlen. Der Notar trägt die UG (haftungsbeschränkt) nach der Einzahlung des Stammkapitals (mindestens 1 Euro) im Handelsregister ein. Danach wird die UG (haftungsbeschränkt) beim Gewerbeamt und Finanzamt angemeldet, bevor sie ihre Geschäftstätigkeit aufnehmen darf.