Close

Dein Warenkorb ist leer

UG oder GmbH?

Die UG ist eine Sonderform der GmbH, deshalb weisen die beiden Rechtsformen einige Gemeinsamkeiten auf. Sie sind beide Kapitalgesellschaften mit beschränkter Haftung. Dennoch können wir gerade bei der Gewinnausschüttung, dem Stammkapital, den Gründungskosten und weiteren Pflichten große Unterschiede feststellen. All diese Faktoren wirken sich auf Deinen Gründungsprozess und die richtige Wahl für Dein Unternehmen aus.

Image

Ein Überblick über die Unterschiede

Gerade bei den Gründungskosten unterscheiden sich die UG und die GmbH wesentlich. Außerdem ist die UG zu Rücklagen verpflichtet, wohingegen diese für die GmbH freiwillig sind. Hier findest Du alle wichtigen Unterschiede im Überblick.

Checkmark

Die Gründungskosten liegen bei der UG bei bis zu 1.600 Euro, wohingegen bei der Gründung einer GmbH mit ca. 27.500 Euro (inklusive Stammkapital) zu rechnen ist.

Checkmark

Eine UG kann bereits mit einem Stammkapital von einem Euro gegründet werden. Anders ist es bei der GmbH: Hier ist eine Mindesteinlage von 25.000 Euro Pflicht, es kann jedoch zunächst die Hälfte (12.500 Euro) eingezahlt werden.

Checkmark

Eine UG hat eine Rücklagenpflicht von 25%, dagegen sind Rücklagen bei der GmbH freiwillig.

Checkmark

Die Gewinnausschüttung der UG bemisst sich anteilig nach Abzug der 25% Pflichtrücklage. Dagegen ist sie bei der GmbH anteilig bemessen, ohne Abzug der Pflichtrücklage.

Checkmark

Die Ausweispflicht bei der UG besteht für die Geschäftsführer:innen im Handelsregister und für die GmbH beim Handelsregister und Registergericht.

Das Stammkapital

Die UG und die GmbH unterscheiden sich in der Höhe der Stammkapitaleinlage, die bei der Gründung geleistet werden muss.

  • Für die Gründung einer GmbH muss man ein Stammkapital in Höhe von 25.000 Euro aufbringen. Es reicht jedoch aus, bei der Gründung die Hälfte, also 12.500 Euro, auf das Geschäftskonto einzuzahlen. Außerdem können die Gründungskosten über das Stammkapital bezahlt werden.
  • Bei der Gründung einer UG reicht eine Mindeststammkapitaleinlage von einem Euro bereits aus, was die Rechtsform vor allem für Existenzgründer oder Jungunternehmer besonders attraktiv macht.

Die haftungsbeschränkte Gesellschaft als juristische Person haftet nur mit dem Gesellschaftsvermögen, nicht mit dem Privatvermögen der Gesellschafter:innen.

Image
Image

Die Gewinnausschüttung

Bei der GmbH ist die Gewinnausschüttung vertraglich geregelt und richtet sich nach der Aufteilung der Geschäftsanteile. Die Gesellschafter:innen haben Anspruch auf den Jahresüberschuss, der jedoch, falls festgelegt, im Gesellschaftsvermögen verbleiben kann und einem bestimmten Zweck dient, der im Gesellschafterbeschluss festgelegt wird.

Die UG-Gewinnverteilung wird auch anteilig auf die Gesellschafter:innen aufgeteilt. Dabei hat man in der UG weniger Freiheit bei der Handhabung der Aufteilung, was mit dem niedrigen Stammkapital zusammenhängt. Es ist gesetzlich vorgeschrieben, dass 25% des Jahresüberschusses als Pflichtrücklage dienen müssen, sodass nur die restlichen 75% unter den Gesellschaftern aufgeteilt werden können. Nur in Ausnahmen kann auf die jährliche Pflichtrücklage zugegriffen werden, wie etwa bei Verlustvorträgen oder zum Ausgleich von Fehlbeträgen.

Die Ausweispflicht

Um Transparenz im Handelsverkehr zu gewährleisten, gibt es eine Ausweispflicht, die Gesellschafter:innen und Geschäftsführer:innen dazu verpflichtet, ihre Identität überprüfen zu lassen. Damit möchte man Geldwäsche und anderen illegalen Aktivitäten entgegenwirken.

Bei der Anmeldung einer GmbH müssen die Geschäftsfüher:innen ihre Identität vor dem Handelsregister mittels Personaldokument nachweisen. Die Identität wird infolgedessen vom Registergericht geprüft und bestätigt.

Ähnlich ist es bei der UG. Hier müssen die Gesellschafter:innen im Zuge der Anmeldung beim Handelsregister nachweisen, eine weitere Prüfung vor dem Registergericht gibt es nicht.

Image

UG vs. GmbH: Vorteile im Vergleich

Die UG hat einen sehr niedrigen Mindeststammkapitalwert von einem Euro. Das kann zunächst attraktiv klingen, ist aber beim Ansehen von potentiellen Kunden auf dem internationalen Markt nachteilhaft. Dagegen genießt die GmbH mit einem Mindeststammkapital von 25.000 Euro größeres Vertrauen auf dem Markt.

Beide Gesellschaftsformen profitieren von der Haftungsbeschränkung, die im Geschäftsverkehr finanzielle Sicherheit für Gründer bedeutet.

Im Bereich der Gewinnausschüttung sticht die GmbH mit der flexiblen Gestaltung der Anteile hervor. Der UG sind gesetzliche Vorgaben gemacht, die vorsehen, dass 25% des Jahresüberschusses als Pflichtrücklage behandelt werden müssen und somit nicht an die Gesellschafter:innen ausgeschüttet werden können.

Die UG kann im Laufe ihres Wachstums zu einer GmbH umgewandelt werden, was jedoch mit hohen Kosten verbunden ist. Eine GmbH hingegen hat keine Wachstumsgrenze.

Du hast noch Fragen?

Vereinbare ein kostenloses Infogespräch Kostenloses Infogespräch

Einfach. Sicher. Digital

Wir sind die erste digitale Gründungsplattform, die dich bei deiner Gründung begleitet.

Einfach

EINFACH

Keine zusätzlich anfallenden Kosten für Dich und Dein Unternehmen

Sicher

SICHER

Entwickelt und betrieben in Deutschland für maximale Sicherheit

Digital

DIGITAL

Deine One-Stop-Lösung in die Selbstständigkeit. Und das 100% DIGITAL

FAQ

Was bedeutet UG (haftungsbeschränkt)?

Checkmark

Die Rechtsform UG (haftungsbeschränkt) bedeutet, dass die Gründer bei finanziellen Schwierigkeiten der Firma nicht mit ihrem Privatvermögen haften. Dabei muss die Rechtsform auf allen Geschäftsdokumenten ausgewiesen sein, zum Beispiel in Mails, auf Briefen und Rechnungen sowie im Website-Impressum. Dies ist Vorschrift, damit andere Unternehmen und Kunden auf einen Blick erkennen können, dass das Unternehmen in der Haftung beschränkt ist. Bei Banken und Investoren und im Geschäftsverkehr ist die UG (haftungsbeschränkt) weniger hoch angesehen als andere Kapitalgesellschaften.

Warum UG (haftungsbeschränkt) gründen?

Checkmark

Eine UG (haftungsbeschränkt) zu gründen, kommt besonders für junge Unternehmen infrage. Denn für das Stammkapital reicht theoretisch schon 1 Euro. Wer nicht mit seinem Privatvermögen in Haftung gehen will, aber kein Startkapital für eine andere Kapitalgesellschaft hat, ist mit einer UG (haftungsbeschränkt) gut beraten. Anders als beim Einzelunternehmen ist die Haftung hier beschränkt und das private Vermögen wird geschützt. In der Praxis gibt es aber auch viele Argumente gegen die Gründung einer UG (haftungsbeschränkt), da oftmals die Gründung einer GmbH mehr Sinn macht. Hier sollte man sich individuell beraten lassen.

Was ist eine GmbH?

Checkmark

Eine GmbH ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung und als Kapitalgesellschaft eine der häufigsten Rechtsformen von Unternehmen. Die Abkürzung ist Teil des Firmennamens und zeigt damit Kunden und Investoren deutlich, dass es sich um ein Unternehmen mit beschränkter Haftung handelt. Kommt es zu finanziellen Problemen, haften die Gesellschafter nicht mit ihrem Privatvermögen, sondern es haftet nur das Vermögen der GmbH. Für die Gründung einer GmbH sind mindestens 25.000 Euro Stammkapital nötig, von denen mindestens die Hälfte bei Gründung ins Stammkapital einzuzahlen ist. Eine GmbH hat eine eigene Rechtspersönlichkeit und ist damit eine juristische Person. Sie kann daher als Vertragspartner auftreten, andere verklagen oder selbst verklagt werden. Die GmbH gilt als Kaufmann und unterliegt den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB).

Warum eine GmbH gründen?

Checkmark

Eine GmbH zu gründen, ist für Unternehmer attraktiv, die nicht ihr privates Vermögen gefährden wollen. Zur Absicherung wird bei der GmbH Gründung ein Stammkapital von 25.000 Euro auf ein Geschäftskonto eingezahlt, das aber im normalen Geschäftsgang verbraucht werden darf. Sinnvoll ist die GmbH für Gründer, die über ein hohes Privatvermögen verfügen und dieses gut schützen wollen. Will man Investoren ansprechen, ist oftmals die GmbH die attraktivste Rechtsform.

Wann macht es Sinn, eine GmbH zu gründen?

Checkmark

Eine GmbH ist immer dann sinnvoll, wenn Unternehmer ihre Haftung beschränken wollen. Während Einzelunternehmer mit ihrem Privatvermögen haften, ist die Haftung bei einer GmbH auf das Gesellschaftsvermögen beschränkt. Zudem hat die Rechtsform der GmbH allgemein einen guten Ruf bei Banken und anderen Unternehmen. Aus diesem Grund wird sie gern als Rechtsform gewählt, da man nach außen vertrauenswürdiger wirkt. Sie eignet sich auch für die Aufnahme von Investoren.

Was brauche ich für eine GmbH?

Checkmark

Für die Gründung einer GmbH ist mindestens ein Gesellschafter nötig. Dieser kann gleichzeitig der Geschäftsführer sein. Oftmals stellt sich das Team einer GmbH aber aus mehreren Personen zusammen, die sich die Aufgaben teilen und das Stammkapital gemeinsam einzahlen. Stehen die Personalien fest, ist mindestens die Hälfte der 25000 Euro Stammkapital bei der Gründung auf das Geschäftskonto einzuzahlen. Dieses muss erst später auf die gesamte Summe aufgestockt werden. Zusätzlich benötigt die GmbH eine ladungsfähige Geschäftsadresse. Nach der Einzahlung des Stammkapitals erfolgt der Eintrag in Handelsregister und Transparenzregister. Beim Finanzamt muss für den Start der Geschäftstätigkeit außerdem eine Steuernummer beantragt werden.

Was ist der Unterschied zwischen GmbH und UG (haftungsbeschränkt)?

Checkmark

Der größte Unterschied zwischen einer UG (haftungsbeschränkt) und einer GmbH ist die Höhe des Stammkapitals, das zur Gründung nötig ist. Bei der GmbH sind 25.000 Euro Stammkapital erforderlich, die Hälfte davon muss schon bei Gründung eingezahlt werden. Bei der UG (haftungsbeschränkt) reicht dagegen schon 1 Euro als Stammkapital, sofern der Kapitalbedarf nicht eine höhere Summe notwendig macht. Bei der UG (haftungsbeschränkt) muss man von Gewinnen Rücklagen bilden, die man nicht an die Gesellschafter ausschütten darf. Zudem kann die UG (haftungsbeschränkt) auch eine Kapitalerhöhung und Umfirmierung in eine GmbH in Erwägung ziehen. Ansonsten hat die UG (haftungsbeschränkt) die gleichen Rechte und Pflichten wie eine GmbH, was die Vorgaben zu Gesellschaftern, Buchhaltung und Haftung betrifft. Die UG (haftungsbeschränkt) muss außerdem ebenso wie die GmbH Körperschaft- und Gewerbesteuer zahlen.